Montag, 31. August 2009

Küchenputzaktion

Nachdem ich nun zwei Tage lang nicht dazu gekommen bin was zu schreiben, schreib ich mal schnell noch ein paar Zeilen, bevor auch dieser Tag zuende geht.
Ja Marko, deine E-Mail ist genau einen Tag zu spät gekommen, denn seit gestern ist unsere Küche blitzeblank! Und ich mags selbst kaum glauben: Ich habe nichts damit zu tun. Da haben sich doch tatsächlich 3 Leute zusammengetan und gestern Nachmittag 2 Stunden geputzt - Frühjahrsputz im Spätsommer. Und wenn deine Küche immer so aussieht wie an den Tagen wenn wir Spieleabend haben oder Pauls Küche so wie an Silvester letztes Jahr, dann ist eure Küche in der Tat sauber gegen diese bis gestern dreckige schwedische Küche. Außerdem ist Pauls Küche jetzt bestimmt eh sauberer als früher - schließlich ist er jetzt in Frauenhänden!
Aber wer weiss - vielleicht siehts ja schon in 1 oder 2 Wochen wieder genauso aus wie bei unserer Ankunft, dann bekommt ihr eure Fotos! Oh obwohl....die Schränke von innen sind immer noch pechschwarz, aber in der Küche ist grad so viel los, da trau ich mich nicht das jetzt zu fotografieren, das mach ich morgen in aller herrgottsfrühe wenn alle noch schlafen und stell das dann nachträglich noch rein. Und dann bin ich mal gespannt wer die Wette gewonnen hat, ob ich mich nur anstelle oder die tatsächlich dreckiger ist als eure.



See you later!
Oh und ich verspreche: In den nächsten Beiträgen dreht es sich nicht ums putzen. Ab morgen widmen wir uns wieder anderen Themen. Man könnte ja fast meinen hier gibts sonst nix spannendes zu tun.

Freitag, 28. August 2009

Schwedische Putzkulturen

Woah! Ich glaubs nicht. Ich bin grad sowas von aggro! Was finde ich just vor 5 Minuten in unserem Putzraum, wo der kaputte Staubsauger steht? Einen niegelnagelneuen Besen, ein noch eingepacktes neues Kehrset und einen neuen Wischmob. Das kann doch nicht angehen, da haben wir gestern diese Odyssee des Besen kaufens auf uns genommen und ich hab mich heute beim putzen mit einem Wischmob der kaum noch Fäden hatte abgemüht. Und jetzt sowas! Unglaublich! Das hätte unser lieber Hausmeister auch mal einen Tag früher da abstellen können....und ich sach noch zu Timo, dass er doch mal dem Hausmeister bescheid geben soll, dass wir keine vernünftigen Putzsachen da haben.
Und damit alles nicht genug, jetzt ist uns natürlich auch noch die Glühbirne durchgebrannt und wir sitzen im dunkeln.

Herman der Besen

Das ist Herman der Besen - mein neuer Wegbegleiter!
Ihn zu bekommen hat mich ganz schön Nerven gekostet. Die Odyssee begann gestern Nachmittag als wir uns auf den Weg zu einem schwedischen Baumarkt gemacht haben. Hat auch soweit erstmal alles ganz gut geklappt, richtige Bahn genommen, dann ein Stückchen zu Fuß weitergelaufen...von weitem sahen wir sogar schon das Baumarkt-Schild und ich jubelte innerlich - so kurz vorm Ziel. Aber je näher wir kamen desto merkwürdiger wurde es. Der angebliche "Baumarkt" hatte sein Schild an einem großen mehrstöckigen Bürogebäude. Sehen die Baumärkte hier etwa SO aus? Nein, irgendwas stimmte da nicht. Letztendlich stellte sich dann heraus, dass ich wohl nicht die Adresse einer Baumarktfiliale herausgesucht hatte, sondern die der Bürozentrale dieses Baumarktes. Einen Besen konnte man hier jedenfalls nicht kaufen. Nagut, schien uns der Mut schon fast zu verlassen, aber mir fiel ein, dass ja hier irgendwo in der Nähe (4-5 km weiter) ein Bauhaus angesiedelt sein sollte. Tja nur in welcher Richtung war dieser denn nun? Rechts? Links? Wenn wir das mal wüssten. Oh da kommt ein Bus angefahren der hier nur alle 30 Min hält. Jetzt oder nie! Nicht lange überlegt und gefackelt - rein da. Gucken wir halt was wir während der Fahrt ins Ungewisse so finden. Irgendwann sehen wir sogar in weiter Ferne den ersehnten Bauhausschriftzug. Wir bleiben mal einfach noch im Bus sitzen in der Hoffnung, dass dieser uns schon zum Ziel bringen wird. Doch das Ziel kam dann schneller als erwartet, der Bus hatte seine Endstation erreicht und der Busfahrer guckte uns etwas irritiert durch seinen Rückspiegel an, nachdem wir als einzige im Bus sitzen geblieben waren und jetzt erst bemerkten dass hier Endstation ist. Nun hätten wir ja einfach in einen nächsten Bus steigen können der uns vielleicht zum Ziel bringt, aber das wäre ja auch zu einfach gewesen, also entschieden wir uns fürs laufen. Berg rauf, Berg runter, die Straße entlang, noch einen Berg rauf - Da hinten! Ich kann ihn schon wieder sehen, den Schriftzug! Aber ohweh zwischen uns und dem Bauhaus: Wasser! Wir entscheiden uns gegen das rüberschwimmen, denn wieder mal in etwas Ferne erblicken wir eine große Brücke auf der Autos fahren. Da müssen wir rüber! Doch wie um alles in der Welt kommen wir da hoch? Also wieder einen langen bergigen Weg zurückgelegt, allmählich geht mir die Puste aus und ich bekomme Hunger. Irgendwann - mir kommt es wie eine Ewigkeit vor - erreichen wir die Brücke und Stück für Stück kommen wir dem Ende und somit unserem Bauhaus entgegen. Jetzt sind es nur noch ein paar Schritte bis zur Eingangstür und eine Welle der erleichterung macht sich breit. Nachdem wir eine Weile kreuz und quer durch den Baumarkt gelaufen sind und Ausschau nach der Besenabteilung gehalten haben sehe ich plötzlich die ersten Borsten hervorblitzen. Da hinten sind sie! Hurra! Alles in mir jubelt vor lauter Freude und fast werden meine Augen etwas feucht - da ist er: Mein neuer Besen Herman! Ab jetzt sind die Dreckberge in Küche, Flur und Zimmer Vergangenheit.
Jetzt steht nur noch der Heimweg an, der sich zwar etwas einfacher gestaltet als der Hinweg, weil wir eine neue Variante gefunden haben, aber auch hier sind letztendlich ein paar Komplikationen aufgetreten.
So allmählich fange ich an zu begreifen wie sich ein HartzIV-Empfänger ohne Auto fühlen muss , der all seine Einkäufe mit Bus und Bahn erledigt Da geht soviel Zeit bei drauf, das ist fast wie ein Vollzeitjob.

Donnerstag, 27. August 2009

Rena Rama

Gestern Abend waren wir auf der Erstsemesterparty im Allhuset. War ein wirklich schöner Abend, auch wenn Timo das Geld zum Fenster rausgeschleudert hat und sich ein Bier für 4 Euro gekauft hat, nachdem er die Thekenfrau gefragt hat welches schwedische Bier sie denn empfiehlt. Klar dass sie zum teuersten auf der Liste tendiert. Davor haben wir 2 Bier für 3,80 bekommen....soviel dazu. Und das "Super-Luxus-Bier" war nichtmal lecker. Wie gut dass sonst ich das Geld verwalte. ;-)
Da ist dann gegen 22 Uhr die schwedische Band "Rena Rama" aufgetreten - und die waren mal wirklich klasse. Reinhören kannst du hier.
Hab ich übrigens schon von unserem tollen Badezimmerlicht erzählt? Das ist ein solches Super-Schönmachlicht das ist kaum zu glauben. Da siehst du gleich einige Nuancen brauner aus als du wirklich bist und scheinst eine makkelose Haut zu haben. Da möchte man das Badezimmer fast gar nicht mehr verlassen und traut sich kaum noch in andere Spiegel mit grellem Licht drüber zu schauen, die dann die Wahrheit ans Licht bringen. Hier fühlt man sich also jeden Tag wunderbar!
Heute wird Möhrchengulasch gekocht, mal sehen wie das Hackfleisch hier ist.

Många hälsningar!


Mittwoch, 26. August 2009

Wäsche waschen

Gestern haben wir zum ersten Mal den Waschraum unseres Wohnheims benutzt um unsere Wäsche zu waschen. Zwar war es anfangs etwas kompliziert herauszufinden wie die Waschmaschinen funktionieren - steht ja alles auf schwedisch da drauf, aber letzendlich kam unsere Wäsche sauber und gut duftend ohne dass was eingelaufen ist wieder heraus. Danach noch schnell in den Trockenschrank und schwuppdiwupp Wäsche gewaschen und getrocknet in nur 2 Stunden! Und damit man gleich 2 verschiedene Sorten von Wäsche waschen kann, bekommt man sogar 2 Waschmaschinen gleichzeitig zur Verfügung. Davon träumt jede Hausfrau. Jetzt müssen wir nur noch irgendwann mal rausfinden wie der Bügelautomat funktioniert. Übrigens hat hier so ziemlich jeder zum Waschen eine blaue Ikea-Tasche als Wäschekorb bei - sehr praktisch. Hatte ich mich anfangs schon geärgert, dass ich meine zu Hause vergessen hatte und wir hier schon bei Ikea einkaufen waren ohne eine neue mitzunehmen - aber siehe da, was haben Klaus und Bärbel am Sonntag aus ihrem Speditionswagen geholt? Ja richtig, hatte ich doch einen Teil meiner Klamotten in eben jene Ikea-Tasche gepackt. Man, man....ich werd auch nicht jünger, aber so gabs an dem Tag wenigstens eine Überraschung.
Ansonsten gibts mal wieder ein paar schöne Bilder von unserem gestrigen Waldspaziergang. Direkt hinter unserem Wohnheimfenster fängt ein großes, teilweise bergiges Waldgebiet an, seeehr gemütlich da. Und in nur 15 Minuten ist man auch schon am Wasser. Hier in dieser Ecke stehen auch die typischen schwedischen Holzhäuser - hier fühlt man sich ganz wie im Schweden fernab von der Großstadt Stockholm.



Übrigens können wir nun endlich seit diesem Moment zu zweit im Internet sein - haben soeben unseren neuen Switch gekauft, in dem wir uns nun beide einstöpseln können - hat uns auch nur "läppische" 20 Euro gekostet. Na wenigstens hat Klaus uns den Router (mit dem es nicht funktioniert hat) nun doch nicht ganz umsonst mitgebracht, weil für den Switch brauchten wir noch ein drittes Netzwerkkabel (zwei hatten wir ja in weiser Voraussicht aus Tyskland mitgenommen) und das war schön fein säuberlich zusammengerollt beim Router mit dabei.
Was sich dagegen noch schwieriger gestaltet als das Kaufen eines Switches, ist das Kaufen eines Besens. Ich erwähnte ja glaube ich irgendwann schonmal, dass es hier keinen Besen im Wohnheim gibt - also wollten wir heute einen kaufen, damit wir nicht im Dreck versinken. Aber leider Fehlanzeige. Hier gibt es nirgendwo Besen zu kaufen, nicht im Supermarkt, nicht in der Innenstadt....ich bin mehr als verzweifelt. Wenn uns also irgendjemand etwas gutes tun möchte: Schickt uns einen Besen! Und zwar möglichst schnell, denn die Dreckberge werden immer höher und höher!

Dienstag, 25. August 2009

Diplomatische Krise in Schweden

Da hört man eigentlich über Schweden nie was in den Nachrichten, doch kaum sind wir in Schweden angekommen, befindet sich das Land in einer diplomatischen Krise mit Israel. Nähere Infos kannst du hier nachlesen.

Oma Gretchens Geburtstag














Dieser Beitrag ist exklusiv für Timos Oma, die am Sonntag Geburtstag hatte und unseren Blog in ausgedruckter Form dank Gertrud auch mitverfolgt: Wir wünschen dir nachträglich alles alles Gute zu deinem Geburtstag! Du hast hoffentlich schön gefeiert und leckeren Kuchen gegessen. Fühl dich herzlich von uns gedrückt!

Montag, 24. August 2009

Speditionsfirma "Klaus und Bärbel Logistics"















Gestern Spätnachmittag war es dann tatsächlich endlich soweit: Der Speditionswagen mit unseren Sachen ist eingetroffen - übrigens sehr weiterzuempfehlen diese Speditionsfirma. Sie zeichnen sich nicht nur durch einen reibungslosen und schnellen Transport aus, nein es gibt sogar einen Willkommensdrink aus kristallenen Sektgläsern zur Feier des Tages. Selbst als sie einen Teil der bestellten Ware wieder mitnehmen mussten war das fast ohne murren möglich. Das nenne ich mal echten Kundenservice.
An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an euch zwei: Klaus und Bärbel!

Heute waren wir dann mal wieder in der Uni, um Timo für den schwedisch-Kurs anzumelden. Und als wäre es anders zu erwarten gewesen mussten wir mal wieder 1,5 Stunden anstehen nur um einen Zettel abzuholen auf dem Timos Name und der zu besuchende Kurs mit Terminen vermerkt ist. Und dazu bestellt die Uni Stockholm alle (und das sind einige hundert) Austauschstudenten in einer Zeitspanne von 3 Stunden zu sich her, hätte man auch anders lösen können. Aber so scheint das hier immer zu sein, egal wo man sich anmelden oder eintragen muss, es sind stets hunderte die in der Reihe warten - selbst bei der Party letztens mussten wir ne halbe Stunde anstehen.
Abends haben wir dann zum ersten mal richtig gekocht, nun sind ja unsere Sachen angekommen und wir können loslegen. Und errätst du was es gab? Richtig! Spaghetti mit Tomatensoße! Aber selbst das schmeckt hier irgendwie anders als zu Hause. An das essen hier muss ich mich echt noch gewöhnen. Mal sehen wie die Pfannkuchen werden die für morgen geplant sind.


Sonntag, 23. August 2009

Fika

Heute ist der ganze Tag eine einzige "Fika" - schwedisches Wort für Kaffeepause. Wobei die Schweden damit nicht nur das Kaffeetrinken, sondern gleichzeitig das gesellige Beisammensein meinen. Dazu gibt es dann manchmal noch kleine Törtchen oder die Kanelbullar (schwedische Zimtschnecke). Unsere Fika besteht heute eher aus Warten auf unsere Speditionsfirma (zwar will diese erst am Abend eintreffen, aber da wir sie auf keinen Fall verpassen wollen bleiben wir lieber zu Hause), Tee, Snabb-Kaffee (Timos neues Lieblingsgetränk: Instantkaffee) und etwas Langeweile.
Gestern habe ich mein Buch (Ken Follet "Die Tore der Welt") leider zuende gelesen. Bei so guten Büchern finde ich es immer etwas traurig dem Ende zu begegnen und versuche es manchmal sogar etwas hinauszuzögern. Bei manchen Büchern könnte man ewig weiterlesen...
Und nun sitze ich hier und hab grad nichts mehr zu lesen, obwohl ich mir grade nichts besseres vorstellen könnte. Aber noch ein paar Stunden dann kommt der Lesenachschub.

Samstag, 22. August 2009

Wochenende

Heute ist Wochenende und wir machen - nach langem ausschlafen von der "Party" gestern (die "Party" war eine Austauschstudenten-Willkommens-Kennlernparty) - endlich mal fast nichts, außer mit dem Bus zum Einkaufen fahren und den Wald, der sich hinter unserem Wohnheimfenster verbirgt zu erkunden. Im Wald liegt sogar ein kleines Freibad - schade dafür ist es mir jetzt eigentlich schon etwas zu kalt. Wäre es ein Hallenbad gewesen hätte das sicher zu meinem Vorsatz regelmäßig schwimmen zu gehen beigetragen. (Falls du, Iris, das hier gerade liest, dann bleib wenigstens du wacker und halte durch! In Gedanken werde ich jeden Montag-Abend bei dir sein. ;-) ) Aber vll. findet sich ja hier in der Nähe noch ein Hallenbad - ich bleibe am Ball und bin auf der Suche!
Nur noch einen Tag überstehen, dann kommen endlich unsere restlichen Sachen von unserer familieneigenen Speditionsfirma "Bärbel & Klaus Logistics" angefahren. Dann hat das allmählich ekelig werdende "Fertigessen" endlich ein Ende und wir können wieder kochen, sofern das in der Siffküche möglich ist. Seit Donnerstag liegt in der Küche ein Zettel vom Hausmeister oder wem auch immer, dass aufgeräumt werden soll. Ja da bin ich auch für. Aber leider gibt es hier nur einen halb-kaputten-Staubsauger, der unheimlich laut ist. Also ehrlich, so ein Monster von Staubsauger habe ich noch nie erlebt. Da traut man sich kaum den anzuwerfen. Sowas wie einen Besen gibt es hier leider nicht, also nicht verwunderlich warum das hier so ein Dreckstall ist.

Freitag, 21. August 2009

Einkaufen

Die Zeiten des unbeschwerten Einkaufens sind vorbeigezogen - hier setzt man sich nicht mal eben ins Auto und fährt los, sondern sucht sich erstmal die billigeren Supermärkte heraus und fährt dann mit Bus oder Metro zum Ziel. Das führt natürlich dazu, dass man immer nur kleine Mengen einkaufen kann, weil ja der sonst so praktische Kofferraum nicht mehr vorhanden ist und man alles selbst tragen muss. Ach wir sind schon ganz schön verwöhnt. Und nun denke ich gerade etwas wehmütig an mein Auto zurück - nicht weil ich den Luxus des Autofahrens vermisse, sondern eher weil ich weiss, dass ich es nie wiedersehen werde. Noch ein paar Tage dann landet es auf dem Autofriedhof und wenn wir wiederkommen wartet schon die Nachfolgerin Emma auf uns, die dann auch gleich im Januar mit uns auf große Reisen fährt, um unsere Sachen hier in Schweden abzuholen. Aber an die Rückfahrt will ich eigentlich noch gar nicht denken, denn im Moment gefällt es uns hier ganz gut.
Aber zurück zu den Supermärkten. Hier in der Nähe ist leider nur ein recht teurer coop. Wo wir bisher wenigstens etwas günstiger einkaufen waren ist LIDL und Willy:s. Besonders teuer ist hier das Mineralwasser, da bekommt man die Flasche nur zwischen 6 und 10 Kronen (ca. 60 cent und 1 Euro). Vor allem gibt es hier kaum welches zu kaufen (außer mit Geschmack - in allen möglichen Sorten). Mit etwas Glück kann man im Supermarkt zwischen 2 Sorten Wasser wählen. Die Schweden trinken entweder gar kein Wasser oder eben nur aus der Leitung, was hier jedoch sehr gut sein soll.
Dafür gibt es hier Postkarten für nur 10 cent zu kaufen, damit haben wir nun auch erstmal unsere kahlen weissen Wände im Wohnheimzimmer geschmückt.
Auch die Größenordnungen sind hier etwas anders als bei uns, so gibt es hier 3 kg-Pakete Nudeln oder 10 kg Pakete Zucker.


Donnerstag, 20. August 2009

Djurgården

Djurgården ist ein Stadtteil und Parkgebiet auf einer östlichen Halbinsel Stockholms. Hier ist es wirklich idyllisch, viel grün um einen herum, mit einem großen Waldgebiet. Auf der Insel gibt es einige Museen und sogar einen kleinen Freizeit- und Vergnügungspark. Was wir uns noch ansehen wollen ist Skansen, das Freilichtmuseum, aber hierfür waren wir heute zu spät da - denn etwas Zeit sollte man dafür schon einplanen.
Stattdessen sind wir ein bisschen umhergeschlendert und haben uns die unzähligen Segelboote angeschaut. Und da wirklich viele Stockholmer ein eigenes Boot besitzen, sieht man auch demensprechend überall in Stockholm wo Wasser ist Schiffe in allen möglichen Formen und Größen. Es ist wirklich schön, stets Wasser um sich zu haben. Und die vielen Segelschiffe - für Timo ein Traum.





Mittwoch, 19. August 2009

Södermalm

Heute fangen die Orientation Days an der Uni an, die insgesamt drei Tage dauern. Timo ist auf Stadtrundfahrt und ich habe sturmfreie Bude. Am Nachmittag treffen wir uns und erkunden die Insel Södermalm, Stockholms ehemaliges Arbeiterviertel und mittlerweile zu einem angesagten Stadtteil mit alternativem Flair geworden.

Wenn du hier des öfteren von Inseln liest, liegt das daran, dass Stockholm aus mehreren Inseln die miteinander verbunden sind, besteht. Stockholm besteht außerdem zu je einem Drittel aus Wasser, Stadt und grünen Flächen (Wälder, Parks, ...)

Das ist die Tür zum kleinsten Theater in Stockholm mit nur 12 Sitzplätzen, angesiedelt auf der Insel Södermalm.
















Ausblick von Södermalm.

Dienstag, 18. August 2009

Der zweite Tag im Wohnheim

Die erste Nacht in unserem neuen Heim war besser als gedacht, das kleine Bett ist zwar nicht der Superhit, aber es ist okey. Heute sind wir dann erstmal in die Innenstadt gefahren und haben uns eine schwedische Prepaid-Handykarte gekauft, ein bisschen umgeguckt was es so gibt und anschließend noch kurz durch die Gamla Stan geschlendert. Die Gamla Stan ist die Altstadt in Stockholm und die Gebäude sind alle noch sehr gut erhalten, auch wohl deshalb weil Schweden seit 200 Jahren in keinen Krieg mehr verwickelt war. Gamla Stan ist wirklich ein hübsches Fleckchen, allerdings zu dieser Jahreszeit gerade total überschwemmt mit Touristen.
Am Abend haben wir dann zwei chinesische und einen deutschen Studenten unseres Korridors kennengelernt. Und mein Englisch ist wirklich grottig. Wenn ich nach den 5 Monaten so fließend Englisch sprechen kann wie die drei, dann bin ich glücklich. Glücklicherweise habe ich Timo ja an meiner Seite, der mir zur Not sprachlich unter die Arme greifen kann.

Montag, 17. August 2009

Es geht los!

Nach einer nervenaufreibenden Hinfahrt - erst mit dem Auto von Bremen nach Hamburg Lübeck im stockenden Verkehr, dann etwas Wartezeit auf den Flug, nach einer Weile startet das Flugzeug und landet nach kurzer Zeit in Arlanda, dann 1,5 Stunden Busfahrt nach Stockholm, unser Hotel für die erste Nacht gesucht - sind wir dann endlich angekommen.
Am nächsten Morgen geht es dann gleich weiter zum Housing Office an der Uni um dort unseren Schlüssel für das Wohnheim Kungshamra abzuholen. Das klappt glücklicherweise alles ohne Probleme. Dafür hat so manch anderer Austauschstudent umso mehr Probleme, weil er immer noch ohne Unterkunft ist. Couchsurfen, im Auto schlafen, heimlich in Hostels ohne zu zahlen unterkommen, all das bleibt uns gottseidank erspart. Einmal mehr wissen wir es sehr zu schätzen dass wir das Glück hatten und uns eine Wohnung zugeteilt wurde.
Nun aber schnell ins Wohnheim und das Zimmer angucken, wir sind so gespannt! Und vor allem Taschen und Rucksäcke ablegen, endlich! Auf der Suche nach unserem Wohnheim treffen wir eine weitere Austauschstudentin aus der Schweiz die ebenfalls gerade ihre neue Unterkunft sucht. An Haus Nr. 51 angekommen werden wir gleich nett Willkommen geheißen von 2 Studenten asiatischer Herkunft. Ich gewöhne mir jetzt an sie Asiaten zu nennen, sonst schimpft Timo immer mit mir wenn ich Chinesen sage, dabei meine ich das wirklich nicht böse. Obwohl ich diesmal sogar richtig liege und es tatsächlich ein paar Chinesen sind, die mit uns auf dem Korridor wohnen.
Jetzt nur noch unser Zimmer suchen und gucken welcher der Schlüssel der richtige ist. Ich bin jetzt übrigens von Timo zum MOK ernannt worden - Manager of the key; ist vll. auch sicherer so. Also ist es nicht so als dass ich hier nichts zu tun hätte, ich habe die wichtige Aufgabe des MOK und bin gleichzeitig Familienmanagerin (auch wenn wir strenggenommen aus soziologischer Sicht gar keine Familie sind). Ich bin gespannt was in den nächsten Wochen noch so für Aufgaben dazukommen.
Tadaaa da ist es: Unser Zimmer für die nächsten 5 Monate! Und es ist wirklich ok, es ist halbwegs sauber, hat ein eigenes Badezimmer und wir haben wohl einen der schönsten Ausblicke des ganzen Wohnheims. Unser Fenster liegt direkt an dem angrenzendem Waldgebiet, sehr idyllisch. Hier kann man es aushalten für die nächste Zeit. Und da wir von Natur aus neugierig sind schauen wir uns nun erstmal unsere Küche an, die wir mit 12 (oder vll. sind es auch mehr? Wer weiss das schon) anderen Studenten teilen. Großer Schock! War das Zimmer eben noch so schön, ist die Küche dagegen ein reines Schlachtfeld. Hygiene und Sauberkeit wird hier ganz winzig geschrieben. Überall Dreck von vielen Wochen, Geschirr steht viel rum, die Kühlschränke sind ein einziges Chaos mit Schimmelkulturen, die Tiefkühlschränke total vereist, am Fußboden klebt man fast fest....einen Besuch vom Gesundheitsamt würde diese Küche nicht überstehen, sofortige Schließung! ;-) Aber gut, da müssen wir jetzt durch und das beste draus machen. Und wär ja gelacht wenn wir das nicht hinkriegen würden!
Leider oder gottseidank - das kann man so oder so sehen - ist in unserem Zimmer keine Bettdecke vorhanden. Also ab mit dem kostenlosen Shuttle-Bus zu Ikea! Jetzt wird erstmal eingekauft um uns wenigstens etwas wohnlich einzurichten. Oh hier gibt es die gleichen Gardinen wie bei uns daheim in Tyskland, die nehmen wir! Passend dazu einen kleinen Teppich, dann eine Tischdecke und die typischen bunten Ikea-Becher. Ein paar Kerzen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Bei MediaMarkt gegenüber wird dann erstmal noch ein Wasserkocher eingekauft. Alles das billigste vom billigen, aber es muss ja auch nur 5 Monate halten. ;-)