Freitag, 2. Oktober 2009

Oh Schreck!

Timo sitzt in seiner Schwedisch-Klausur, ich vor meinem Laptop und zu Hause. Er läuft schon die ganze Zeit auf Hochtouren, hat einiges zu leisten - ich bin nicht gerade rücksichtsvoll zu meinem Laptop. Ein angenehmer Duft nach Essen steigt mir in die Nase, der sich schnell zu einem Geruch nach Lagerfeuer umwandelt. Plötzlich stinkt es, ich schnuppere am Laptop und stelle entsetzt fest dass er total verbrannt riecht. Oh Schreck, eilig - nein eigentlich schon eher panisch und hektisch klappe ich das Ding zu und reiße die Kabel aus der Steckdose. Mittlerweile stinkt der ganze Raum hochgradig verbrannt. Ich reiße die Fenster auf und bete dass der Feuermelder nun nicht ausgelöst wird. Wieso ist Timo ausgerechnet JETZT nicht da? Während ich darauf warte, dass der Gestank endlich abzieht, nähere ich mich vorsichtig dem ominösen stinkenden Laptop um vorsichtig zu gucken ob da drinnen irngendwas funkelt und brennt - aber nix. Ist er nun trotzdem hinüber? Ich warte noch eine Weile und lasse ihn lieber aus. Aber der Gestank ist immer noch da, allerdings nicht mehr am Laptop, er kommt eher aus dem Flur. Nagut dann schnappe ich mir halt einen Becher und hol mir einen Orangensaft aus der Küche, um dort mal nach dem rechten zu schauen. Kaum trete ich aus unserem Zimmer in den Flur umgibt mich der Gestank noch mehr. In der Spüle steht ein halbverbrannter Topf, die Mikrowelle ist saudreckig und von innen schwarz und eine der Herdplatten heizt fröhlich vor sich hin. In der Küche ansonsten keine Menschenseele. Erleichtert mache ich die Herdplatte aus und reiße auch hier die Fenster auf. Dann wird erstmal die Zwischentür von unserem Miniflur und Zimmer fest zugemacht und allmählich verschwindet der Geruch auch aus unserem Zimmer. Der Laptop riecht wieder ganz normal und ich traue mich vorsichtig ihn wieder hochzufahren - war dann wohl doch nicht der gute alte Laptop der den Schreck verursacht hat. Die Mikrowelle wurde vom unerkannt gebliebenem Verursacher natürlich auch nicht wieder sauber gemacht. Wie konnte es auch anders sein.
Und sowas passiert natürlich ausgerechnet wenn ich ein einziges Mal alleine zu Hause bin.

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